Unsere Nachbarschaft lebt! Das haben wir am 29.5. zum Tag der Nachbarschaft bereits zum dritten Mal im Stadtpark gefeiert. Und was für ein Fest es war – bunt, vielfältig, lebendig und gesellig. Wie sehr unsere Initiative „Gemeinsam für Witzenhausen“ im vergangenen Jahr gewachsen ist, wie sich neue Bekanntschaften und Kooperationen innerhalb unserer Nachbarschaft gebildet haben, wurde an diesem Tag sichtbar: Über 150 Menschen konnten wir im Stadtpark zählen.

Eröffnet wurde das Fest mit einer Ansprache des Organisationskreises von GfW. Darin wurde betont, dass „Nachbarschaft“ nicht nur bedeute, die Menschen von nebenan zu kennen, sondern, das Leben wieder mehr gemeinsam zu gestalten. Es sei schade, dass es erst einen „Tag der Nachbarschaft“ brauche, um sich wieder auf unsere Gemeinschaft zu besinnen, die doch gerade angesichts der aktuellen Krisen essenziell wichtig sei. In Zeiten, in denen auch Deutschland immer weiter auf Krieg zusteuere, dürfe die Antwort nicht Verrohung und Militarisierung sein, sondern die Stärkung des sozialen Zusammenhalts. Denn dieser garantiere unsere Sicherheit und Demokratie weitaus effektiver und nachhaltiger als Aufrüstung.

Gleich zu Beginn sangen wir das Witzenhäuser Erntefestlied, denn der Nachbarschaftstag war für viele von uns wie eine zweite Ernte im Jahr, in der wir die Früchte unseres Engagements in der Nachbarschaft genießen konnten. Und diese Ernte wurde noch reichhaltiger dank der vielen Initiativen, die in diesem Jahr erstmals am Fest mitgewirkt haben.

Das Poesiewohnzimmer gestaltete liebevoll eine Kinderspielecke mit Vorlesestunde für die Kleinen. Und die Großen wurde gefragt: „Was ist deine Utopie?“ und „Was wünschst du dir von der Nachbarschaft?“. Die Antworten wurden auf buntem Papier gesammelt und als Teil einer Wanderausstellung aufgehängt.
Der Seniorenrat bot Senioren-Sport an und die Witzenhäuser Verkehrswende verkaufte Crêpes und berichtete von ihrer politischen Arbeit für bessere Verkehrsbedingungen in Witzenhausen. Für das leibliche Wohl sorgte außerdem ein Buffet, zu dem viele Teilnehmende etwas Schmackhaftes beitrugen, unter anderem, wie auch letztes Jahr, der Gemeinschaftsort „Alte Post“ mit leckerem Kaffee. Der Kreisjugendringbrachte wieder das Spielmobil mit zahlreichen Spielgeräten mit und bot erstmals in diesem Jahr auch Kinderschminken an. Wir freuten uns ganz besonders, dass dadurch so viele Familien mit Kindern zum Fest kamen.

Eine der schönen Traditionen, die wir fortsetzten, war das gemeinsame Tanzen. Dank der gemeinsamen Proben nach der Nachbarschaftsküche in den Wochen davor konnten wir viele Menschen begeistern, mit in unseren „fröhlichen Kreis“ einzusteigen und auch zu kurdischer Musik das Tanzbein zu schwingen. Musikalische Beiträge vom lokalen Gesangsverein „Werra Körschen“ und ukrainischen Frauen sorgten zudem für heitere und ergreifende Stimmung.

Die im Stadtpark ausgehängten Plakate boten Informationen über GfW, unsere vielfältigen Arbeiten sowie unsere Werte:
Lebensbejahend, Gemeinschaftlich und Selbstbestimmt.

Auch dieses Jahr hat das Nachbarschaftsfest unser Gemeinschaftsgefühl gestärkt und Platz für jede Menge Austausch zwischen den Nachbarinnen gegeben. Wir freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr.




